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HERBISWEIHER Isny hat weitere Perle an schöner Kette

Isny-Neutrauchburg - Die Region Isny ist um eine weitere touristische Attraktion reicher. Der Herbisweiher wurde renaturiert und ist ein weiteres Kleinod im Landschaftsschutzgebiet. „Er ist eine weitere Perle an unserer schönen Kette“, sagte Peter Dorn, Leiter Einkauf und Technik der Waldburg-Zeil Kliniken.
Die Geschichte des Herbisweiher geht bis in das 16. Jahrhundert zurück. Seit 1551 wurde er in den Fischereibüchern der Herrschaft Trauchburg geführt. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde er trockengelegt und später mit Fichten aufgeforstet. Doch der feuchte Standort war für die Koniferen ungeeignet, so dass das Gelände vor gut drei Jahren gerodet und der Weiher wieder aufgestaut wurde. „Danach wurde der Weiher sich selbst überlassen. Es ist begeisternd, was passiert, wenn der Mensch nicht eingreift“, so Peter Dorn. Heute wird der Weiher, der sich im Eigentum des Hauses Waldburg-Zeil befindet, auf extensive Weise für Fischaufzucht genutzt.
Reich an Tieren
Die Gesamtkosten der Renatuierung und der Baulichkeiten wie Damm, Steg und Wege belaufen sich auf 120 000 Euro. Sie wurden von den Kliniken und der Stadt Isny finanziert. Margret Kaiser, Leiterin des Tourismusbüros, freute sich gestern bei der ersten öffentlichen Begehung, dass die Region eine weitere Attraktion im weitläufigen Erholungsraum hat. Der Herbisweiher, er ist ein Ort der Ruhe und Besinnung. In kürzester Zeit hat zwölf Hektar großer Weiher entwickelt, der reich an Amphibien, Fischen und Wasservögeln ist. Die ausgeprägte Flachwasserzone sei eine geeignete Brutstätte für Amphibien und Fische, betonte Biologe Stefan Hövel. „Sie können sich gut und rasch entwickeln“, da sich die Uferzone schnell erwärmt.
Weiher sind Kulturlandschaften alter Prägung und bedürfen der Pflege. Regelmäßig muss auch der Herbisweiher abgelassen werden, damit er aufgrund zu vieler Nährstoffe nicht umkippt. Wie oft das sein muss, wird sich noch zeigen, angedacht ist derzeit einmal pro Jahr.
Für Boote ist der Weiher aber nicht tauglich, da seine Wassertiefe im Schnitt nur einen Meter beträgt.
Einen Rundweg um den Weiher gibt es nicht -- was aber nicht stört. „Die Naturschutzbehörde hat dies abgelehnt, aber auch die Kosten dafür wären zu hoch gewesen“, sagt Neutrauchburgs Ortsvorsteher Karl Bodenmüller.
Artikel aus "Schwäbische Zeitung", Ausgabe Isny, vom 4. Juli 2009, Autor: Thomas Ringhofer. |
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